27.03.2026

Der Wochenausblick auf KW 14 2026

Der Wochenausblick auf KW 14. Das Trump-Ultimatum an den Iran macht zumindest etwas Hoffnung auf eine schrittweise Beruhigung des Konfliktes. Klarheit wird es aber wohl auch in der neuen Woche nicht geben. Die Unsicherheit bleibt hoch. Und der Ölpreis bleibt dabei der Gradmesser für die Betroffenheit der Weltwirtschaft und die Stimmung an den Finanzmärkten. Datenseitig stehen die Inflationsdaten aus Europa für März und die Februar-Konsumdaten aus den USA im Fokus. Auch aus China gibt es durch die Frühindikatoren Datenimpulse. Die Inflation in Japan wird zeigen, wie wahrscheinlich ein Zinsschritt der BoJ im April ist. Auf Unternehmensseite stehen u.a. noch die Q4-Ergebnisse von Nike auf der Agenda, Und vor 48 Jahren lockerte Tokio seine Kapitalverkehrskontrollen und machte den Weg frei für den Aufstieg des Yen.


Samstag/Sonntag

Politik 

In den USA finden die dritten landesweiten „No Kings“ Proteste gegen die Trump-Administration statt.    

In Europa beginnt die Sommerzeit.

Geldpolitik 

Von der EZB spricht Cipollone. 


Montag

Konjunktur

In Deutschland dürfte die Inflationsrate im März um rund einen Prozentpunkt nach oben gesprungen sein (Februar: 1,9%). Grund ist der starke Anstieg der Energiepreise und vor allem der Benzin- und Dieselpreise um mehr als 20% infolge des Irankriegs. 

Politik 

Der US-Senat geht in die Osterpause bis zum 10. April. 

Geldpolitik 

Von der FED spricht Williams.  


Dienstag

Konjunktur

In Japan dürfte die Inflationsrate im Raum Tokio im März trotz des globalen Anstiegs der Energiepreise unverändert bei 1,5% gelegen haben. Auch die Kerninflationsrate hat sich wohl kaum verändert (Februar: 2,5%). Hintergrund sind dämpfende Basiseffekte aus dem Vorjahr. Der zugrunde liegende Preisauftrieb bleibt aber erhöht. Zusammen mit der anhaltenden Yen-Schwäche und dem Risiko weiter steigender Energiepreise spricht dies für eine Zinsanhebung durch die BoJ auf der kommenden Sitzung im April.  

In China werden die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für März zeigen, dass der Irankonflikt die Geschäftsaussichten der Unternehmen kaum beeinflusst hat. Der Index für die Industrie könnte gestützt durch saisonale Faktoren und stärkere öffentliche Ausgaben etwas zugelegt haben (Februar; 49,0 Punkte). Und auch der Index für die Dienstleister dürfte sich etwas erholt haben. Hier hat aber wohl das Ende der Feierlichkeiten zum Neujahr den Tourismus gebremst und einen stärkeren Anstieg verhindert (Februar: 49,5 Punkte). 

Auch im Euro-Raum dürfte die Inflationsrate im März deutlich gestiegen sein, wenn auch etwas weniger stark als in Deutschland (Februar: 1,9%). Hierfür sprechen die Maßnahmen zur Begrenzung des Benzinpreisanstiegs in einigen Ländern. Die Kerninflationsrate dürfte noch stabil gelegen haben (Februar: 2,4%). Sollten die Energiepreise über die kommenden Monate unverändert hoch bleiben, würde die Inflationsrate aber noch deutlich weiter steigen. Ernstzunehmende Zweitrundeneffekte wären dann nicht mehr auszuschließen.    

In den USA wird das Verbrauchervertrauen des Conference Boards veröffentlicht. Der Index könnte im März in Richtung der Corona-Tiefs gefallen sein (Februar: 91,2 Punkte). Der Anstieg der Benzinpreise – der in den USA ähnlich hoch ausgefallen ist wie in Deutschland – belastet die Stimmung der Haushalte deutlich. 

Geldpolitik 

Von der FED spricht Goolsbee.  

Von der EZB sprechen u.a. Muller, Kazimir und Sleijpen.

Unternehmen 

In der Q4-Berichtssaison berichtet u.a.: Nike


Mittwoch

Konjunktur

In den USA werden die Einzelhandelsumsätze für Februar veröffentlicht. Nach dem Rücksetzer im Vormonat dürften die nominalen Umsätze wieder etwas zugelegt haben (Januar: -0,2%). Gleichwohl bleibt das Bild bestehen, dass der US-Konsum deutlich an Dynamik verloren hat. Hintergrund ist vor allem die Verlangsamung am Arbeitsmarkt.  

Der ISM-Index für die Industrie dürfte im März – nach der überraschend starken Entwicklung zu Jahresbeginn – deutlich gesunken sein (Februar; 52,4 Punkte). Der kräftige Anstieg der Energiepreise dürfte die Produktionskosten der Unternehmen erheblich gesteigert und die Margen belastet haben. 

Geldpolitik 

Von der FED spricht Musalem.  

Von der EZB spricht Cipollone. 


Donnerstag

Geldpolitik 

Von der FED spricht Logan.  


Freitag

Konjunktur

In den USA wird der offizielle Arbeitsmarktbericht für März veröffentlicht. Nach dem überraschenden Rückgang im Vormonat sollte die Beschäftigung zwar wieder etwas gestiegen sein (Februar; -92k). Die Dynamik bleibt aber gering. Im Fokus steht, wie sich die Beschäftigung in den vom KI-Einsatz besonders betroffenen Branchen verändert hat und ob sich der Stellenabbau in den konjunktursensitiven Bereichen der Industrie und dem Bau fortgesetzt hat. Die Arbeitslosenquote (Februar: 4,4%) und die Lohndynamik (Februar; +0,4%) dürften sich dagegen kaum verändert haben. Verantwortlich ist die deutliche Verlangsamung des Arbeitsangebots durch die Migrationspolitik der Trump-Administration. 

Politik

In den USA und Europa sowie einigen asiatischen Ländern bleiben die Börsen feiertagsbedingt geschlossen (Karfreitag). 


KW 14 in historischer Perspektive

Am 1. April 1978 trat in Japan eine wichtige Phase der Yen-Liberalisierung in Kraft, als Kapitalverkehrskontrollen weiter gelockert wurden und der Yen stärker in die globalen Finanzmärkte integriert wurde. Diese Reformen waren Teil einer breiteren Strategie, Japans Wirtschaft nach den Ölkrisen flexibler und international wettbewerbsfähiger zu machen. Für Investoren bedeutete das mehr Zugang zu japanischen Kapitalmärkten und eine wachsende Bedeutung des Yen im internationalen Handel. Gleichzeitig legte diese Öffnung den Grundstein für spätere Entwicklungen wie den Yen als Finanzierungswährung in Carry Trades. Eine oft erzählte Anekdote: In den späten 70ern begannen internationale Banken erstmals ernsthaft, Yen-Produkte zu strukturieren – viele Händler unterschätzten dabei die spätere Volatilität, die genau aus dieser Öffnung entstand.


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