02.01.2026

Der Wochenausblick auf KW 2 2026

Der Wochenausblick auf KW 2. Zum Jahresstart werden der Arbeitsmarktbericht und die ISM-Indizes zeigen, ob die positive US-Konjunkturstimmung von den Daten gestützt bleibt. In Europa und China werden neue Daten zur Inflation veröffentlicht. Auf Unternehmensseite zeigen die Tech-Konzerne ihre Produktneuheiten für 2026 und in China stehen die Immobilienentwickler im Fokus. Und vor 17 Jahren erzeugte Satoshi Nakamoto den Genesis Block – den Beginn der Bitcoin-Blockchain. 


Samstag/Sonntag

Politik

Die OPEC+ diskutieren über eine Pause in der Ausweitung der Fördermengen. Die Ölpreise verharren auch zu Jahresbeginn auf niedrigen Niveaus. 

Chinas Staatschef Xi empfängt den südkoreanischen Präsident Lee Jae Myung.  

Geldpolitik

Von der FED sprechen Paulson und Kashkari zum Ausblick für die US-Zinsen. 


Montag

Konjunktur

In den USA wird der ISM-Index für die Industrie im Dezember veröffentlicht. Die Aussichten für die US-Unternehmen haben sich zuletzt zweimal in Folge spürbar verschlechtert. Vor allem die Beschäftigungsentwicklung und die Neuaufträge waren negativ. Im Dezember sollte sich die Stimmung zumindest stabilisiert haben (November: 48,2 Punkte). 

Unternehmen

Der CEO von Nvidia Jensen Huang stellt auf einer Pressekonferenz erste Produktneuheiten für 2026 vor. 

In China finden Anhörungen zu den weiteren Schritten in der Krisenbewältigung der Immobilienentwickler Country Garden und Sunac statt. 


Dienstag

Konjunktur

In Deutschland wird die Inflationsrate für Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise dürften zum Vormonat um 0,3% zugelegt haben. Aufgrund eines Basiseffektes dürfte die jährliche Inflationsrate dennoch wieder auf 2,0% gesunken sein (November: +2,3%).

Geldpolitik

Von der FED spricht Barkin. 

Von der EZB äußern sich Villeroy de Galhau und Cipollone.

Unternehmen

Auf der CES in Las Vegas stellen die Technologie-Konzerne ihre Produktneuheiten für 2026 vor (bis 9.1.). 


Mittwoch

Konjunktur

Auch im Euro-Raum dürfte die Inflationsrate im Dezember wieder auf 2,0% gesunken sein (November: 2,1%). Die Kerninflationsrate lag allerdings wohl erneut deutlich darüber (November: 2,4%). Auf diesem Niveau spricht die Kernteuerung gegen rasche weitere Zinssenkungen durch die EZB. 

In den USA wird der ISM-Index für die Dienstleister für Dezember veröffentlicht (November: 52,6 Punkte). Im Gegensatz zur Industrie hat sich die Stimmung hier zuletzt zweimal in Folge verbessert. Und auch im Dezember dürfte der Index klar über der Expansionsschwelle gelegen haben und für ein robustes Wirtschaftswachstum im ersten Quartal sprechen.  

Geldpolitik

Von der FED spricht Bowman. 


Donnerstag

Konjunktur

In Deutschland wird der Auftragseingang in der Industrie für November zeigen, ob sich die Verbesserung der Nachfrage den dritten Monat in Folge fortgesetzt hat (Oktober; +1,5%). Wahrscheinlicher ist ein Rücksetzer, da die Entwicklung in den Vormonaten auch durch Großaufträge getrieben war. Auch bei der Industrieproduktion (Oktober: +1,8%) und den Exporten (Oktober: +0,1%) steht die positive Entwicklung des Vormonats auf dem Prüfstand (Veröffentlichung jeweils am Freitag).  

Geldpolitik

Die EZB veröffentlicht die Daten zu den Inflationserwartungen der Haushalte


Freitag

Konjunktur 

In China sollte sich die Inflationsrate (CPI) im Dezember im positiven Bereich gehalten haben (November: 0,7%). Auch die Erzeugerpreise könnten etwas zugelegt haben. Die Jahresrate bleibt aber stark negativ (November: -2,2%).

Der US-Arbeitsmarktbericht für Dezember wird etwas mehr Klarheit in die Beschäftigungsentwicklung der vergangenen Monate bringen. In den Vormonaten hatte der Government Shutdown die Erfassung stark beeinträchtigt. Zudem waren die Daten durch die Entlassungen im öffentlichen Sektor geprägt. Im Dezember dürfte der Stellenaufbau bei etwa 50k gelegen haben (November: 64k). Die Arbeitslosenquote könnte wieder etwas gesunken sein (November: 4,6%) und die Lohndynamik dürfte wieder etwas gestiegen sein (November: +0,1%). 

Das Michigan-Verbrauchervertrauen könnte im Januar den zweiten Monat in Folge etwas zugelegt haben (Dezember: 52,9 Punkte). Zum Jahresende hatten sich die Einschätzungen der Haushalte zu den wirtschaftlichen Aussichten sowie die eigenen Finanzen erstmals seit Jahresmitte wieder etwas verbessert. 

Geldpolitik

Von der FED spricht Kashkari.

Von der EZB äußert sich Lane.
 


KW 2 in historischer Perspektive

Am 3. Januar 2009 wurde der Genesis Block (Block 0) von Bitcoin durch Satoshi Nakamoto erzeugt und fest im Quellcode verankert. Er enthält eine Blockbelohnung von 50 BTC, die technisch nicht ausgegeben werden kann, was ihn eindeutig von allen späteren Blöcken unterscheidet und seinen rein systemischen Charakter unterstreicht. Der Block definiert zentrale Parameter des Netzwerks, darunter Proof of Work, die Blockstruktur und den Ausgangspunkt der gesamten Blockchain, obwohl er selbst keinen Vorgänger besitzt. In die Daten integrierte Satoshi die Schlagzeile der Times vom 3. Januar zur Bankenrettung in UK („Chancellor on brink of second bailout for banks“), die zugleich als Zeitstempel und geldpolitisches Statement dient. Auch dass die 50 BTC des Genesis Blocks für immer gesperrt sind, wird von vielen als Symbol gelesen – Bitcoin begann mit einem Opfer, um zu zeigen, dass das System wichtiger ist als der Gewinn seines Schöpfers.


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