06.02.2026

Der Wochenausblick auf KW 7 2026

Der Wochenausblick auf KW 7. Investoren warten auf eine Stabilisierung nach turbulenten Börsentagen. Politisch richtet sich der Blick auf die Wahlen in Japan sowie den Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz. Wenig Neues kommt von den Notenbanken. Makroseitig stehen die US-Daten für Januar zum Arbeitsmarkt, der Inflation und dem Einzelhandelsumsatz im Fokus. In der Q4-Berichtssaison legen u.a. Coca-Cola, Shopify und Siemens die Ergebnisse vor. Und vor 263 Jahren beendete der Vertrag von Paris den Siebenjährigen Krieg und machte Großbritannien zur dominierenden Welt- und Handelsmacht.


Samstag/Sonntag

Politik 

In Japan finden die vorgezogenen Parlamentswahlen stattJüngste Umfragen signalisieren einen Wahlsieg der regierenden LDP-Koalition unter Premierministerin Takaichi.   

Auch in Thailand finden Parlamentswahlen statt

In Portugal findet die Stichwahl zur Präsidentschaft statt zwischen dem sozialistischen Kandidaten Seguro und dem Rechtspopulisten Ventura.


Montag

Geldpolitik 

Von der FED sprechen Waller und Bostic.

Von der EZB spricht Lane.  


Dienstag

Konjunktur

In den USA werden die Einzelhandelsumsätze für Dezember zeigen, ob sich die US-Konsumdynamik zum Jahresschluss durch die Verlangsamung am Arbeitsmarkt abgeflacht hat. In den Vormonaten hatten sich die Umsätze überraschend robust entwickelt (November: +0,6%).  

Der Anstieg des ECI-Index zu den Arbeitskosten dürfte sich im vierten Quartal kaum verändert haben (Q3: +0,8%). Die Lohndynamik liegt damit weiter in einem Bereich, der mittelfristig mit dem 2%-Ziel der FED im Einklang steht. 

Der NFIB-Index wird zeigen, ob sich im Januar auch die Stimmung der kleinen und mittleren Unternehmen in den USA weiter aufgehellt hat (Dezember: 99,5 Punkte). Zuletzt hatte der ISM-Index für die großen Industrieunternehmen überraschend deutlich zugelegt. 

Geldpolitik 

Von der FED sprechen Hammack und Logan.

Unternehmen

In der Q4-Berichtssaison berichten u.a.: AIG, Coca-Cola, Kering und Spotify. 


Mittwoch

Konjunktur

In China ist die Inflationsrate im Januar wohl wieder in Richtung der Nulllinie zurückgefallen (Dezember: +0,8%). Hintergrund ist aber ein negativer Basiseffekt aus dem Vorjahr. Insgesamt dürfte der Deflationsdruck etwas abgenommen haben. Darauf dürften auch die Erzeugerpreise hindeuten, die weniger deutlich unter dem Vorjahreswert gelegen haben sollten (Dezember: -1,9%). Die Maßnahmen der Regierung zum Abbau der Überkapazitäten sowie der Anstieg der Rohstoffpreise dürften erste Spuren hinterlassen haben. 

In den USA wird der „offizielle“ Arbeitsmarktbericht für Januar veröffentlicht. Die Veröffentlichung wurde wegen des erneuten Shutdowns um eine Woche verschoben. Der monatliche Stellenaufbau dürfte erneut bei etwa 50k gelegen haben (Dezember: 50k). Das geringere Angebot an Arbeitskräften durch den Migrationsstopp begrenzt das Aufwärtspotenzial. Gleichzeitig ist weiterhin kein Einbruch der Nachfrage nach Arbeitskräften zu sehen. Die Unternehmen agieren auch zu Jahresbeginn vielmehr gemäß dem Motto „low hire, low fire“. Auch deshalb dürften sich die Arbeitslosenquote (Dezember: 4,4%) und die monatliche Lohndynamik (Dezember: +0,3%) kaum verändert haben. Spannend wird, wie sehr die Vormonatsdaten abwärtsrevidiert werden. Fed-Chef Powell hatte zuletzt unterstellt, dass der monatliche Beschäftigungsaufbau um etwa 60k Stellen zu hoch berichtet wurde. 

Geldpolitik 

Von der EZB sprechen Schnabel und Cipollone.   

Unternehmen

In der Q4-Berichtssaison berichten u.a.: Deutsche Börse, Gilead Sciences, McDonald’s, Shopify und Siemens Energy. 


Donnerstag

Politik 

Die EU-Staats- und Regierungschefs sprechen auf einem informellen Gipfel in Belgien über die Weiterentwicklung des EU-Binnenmarktes und die geopolitischen Herausforderungen. 

Geldpolitik 

Von der FED sprechen Logan und Miran.

Von der EZB sprechen u.a. erneut Lane und Radev und Stournaras.   

Unternehmen

In der Q4-Berichtssaison berichten u.a.: Airbnb, Arista, Brookfield, l’Oreal, Legrand, Mercedes, Relx, Siemens und Unilever.


Freitag

Konjunktur

In den USA wird die Inflationsrate (CPI) für Januar veröffentlicht (Dezember: 2,7%). Zuletzt hatte sich der Preisdruck in der Breite etwas verringert. Die Kerninflation lag im Dezember noch bei 2,6%. Zu Jahresbeginn könnten nun mehrere Effekte diesen Trend unterbrochen haben. Zum einen könnten die Zollkosten zum Jahresstart etwas stärker an die Verbraucher weitergegeben worden sein. Vor allem aber finden im Januar turnusmäßige Anpassungen am Warenkorb und den Saisonfaktoren sowie Preisanpassungen im Einzelhandel statt. 

Politik 

Zu Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz sprechen hochrangige Vertreter zahlreicher Staaten u.a. über die geopolitischen Konflikte und insbesondere den Krieg in der Ukraine. Unter den Teilnehmern sind Bundeskanzler Merz, US-Außenminister Rubio und der ukrainische Präsident Selenskyj.


KW 7 in historischer Perspektive

Am 10. Februar 1763 unterzeichneten Großbritannien und Frankreich den Vertrag von Paris und beendeten dadurch den Siebenjährigen Krieg (1756–1763), der aus Rivalitäten um Kolonien, Handelswege und Macht in Nordamerika und Indien entstand. Der Krieg verlief global: Er wurde in Europa, Nordamerika („French and Indian War“), der Karibik, Westafrika und Asien geführt und gilt als einer der ersten Weltkriege. Im Vertrag erhielt Großbritannien Kanada, große Teile des französischen Einflussgebiets östlich des Mississippi sowie wichtige Karibik- und Handelspositionen und wurde damit zur dominierenden Kolonial- und Handelsmacht. Der geopolitische und wirtschaftliche Gewinn war enorm, gleichzeitig stiegen Londons Kriegsschulden stark, was später zu höheren Steuern in den amerikanischen Kolonien und indirekt zur Amerikanischen Revolution beitrug. Der britische Premier William Pitt soll sinngemäß gesagt haben, Großbritannien habe Kanada nicht in Amerika, sondern „in Deutschland“ gewonnen – eine Anspielung darauf, dass entscheidende Siege in Europa (u. a. durch preußische Bündnisse) letztlich den kolonialen Triumph ermöglichten.


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