
Der Wochenausblick auf KW 9. Im Fokus stehen die Q4-Berichte von Nvidia und den unter KI-Druck stehenden Software-Unternehmen sowie das neue US-Zollregime und Trumps Rede vor dem Kongress. Makroseitig werden Preisdaten in Deutschland, Japan und den USA sowie der ifo Index veröffentlicht. Und vor 113 Jahren wurde in den USA die Einkommenssteuer eingeführt und löste die Zölle als Haupteinnahmequelle des Bundes ab.
Von der EZB sprechen Lagarde und Panetta.
In China werden die Banken ihre Kreditzinsen im Februar weiter unverändert halten (1J: 3,0%, 5J: 3,5%). Der Druck auf die PBoC die Geldpolitik weiter zu lockern hat zuletzt aber zugenommen. Mögliche Lockerungstermine sind rund um den Nationalen Volkskongress, der Anfang März stattfindet.
In Deutschland dürfte der ifo Geschäftsklimaindex im Februar wieder gestiegen sein (Januar: 87,6 Punkte). Darauf deutet u.a. der überraschend deutliche Anstieg der Einkaufsmanagerindizes hin. In den Vormonaten hatte der Index auf niedrigerem Niveau stagniert.
Von der FED spricht Waller.
Von der EZB spricht erneut Lagarde.
In den Niederlanden übernimmt die neue Regierung unter Premierminister Rob Jetten die Amtsgeschäfte.
In Washington hält US-Präsident Trump die State of the Union Rede vor dem Kongress.
Der Angriff Russlands auf die Ukraine jährt sich zum vierten Mal.
Von der FED sprechen u.a. Goolsbee, Cook, Bostic und Waller.
Von der EZB spricht u.a. Kocher.
Die Notenbank in Ungarn könnte auf ihrer Februarsitzung ihren Leitzins erstmals seit Herbst 2024 wieder senken (aktuell: 6,5%).
In der Q4-Berichtssaison berichten u.a.: Home Depot und Mercado Libre.
Von der FED sprechen u.a. Barkin, Musalem und Schmid.
Von der EZB spricht Vujcic vor seiner Ernennung zum EZB-Vize vor dem EU-Parlament.
In der Q4-Berichtssaison berichten u.a.: Agilent, HSBC, Nvidia, Salesforce und Snowflake.
In Washington sagt die ehemalige US-Außenministerin Clinton in der Epstein-Affäre vor dem Kongress aus.
Von der FED spricht Bowman.
Von der EZB spricht Lagarde vor dem EU-Parlament.
Die Notenbank in Südkorea wird auf ihrer Februarsitzung ihren Leitzins weiter unverändert halten (aktuell: 2,5%).
In der Q4-Berichtssaison berichten u.a.: Allianz, Baidu, MunichRe, Prysmian, Schneider Electric und Zscalar.
In Japan hat sich die Kerninflationsrate im Raum Tokio im Februar wohl wenig verändert (Januar: 2,4%). Zuletzt hatte der Preisdruck etwas nachgelassen und der BoJ damit Spielraum für eine Zinspause gegeben. Der schwache Yen und eine steigende Lohndynamik sprechen aber für weitere Zinsanhebungen in den kommenden Monaten.
In Deutschland lag die jährliche Inflationsrate wohl auch im Februar nahe 2% (Januar: 2,1%). Die Kerninflationsrate dürfte mit unverändert 2,5% aber erneut über dem EZB-Ziel gelegen haben. In den kommenden Monaten dürfte der Preisdruck in der Tendenz etwas nachlassen. Zum einen hat sich die Lohndynamik abgeschwächt. Zum anderen dämpft der stärkere Euro die Importpreise.
In den USA sind die Erzeugerpreise im Januar zwar wohl weniger stark gestiegen als im Vormonat. Die jährliche Teuerung der Kernkomponente lag aber wohl erneut über 3% (Dezember: 3,3%). Zudem signalisieren die jüngsten Umfragen unter Unternehmen einen steigenden Preisdruck auf den Vorstufen.
In der Q4-Berichtssaison berichtet u.a.: BASF
Am 25. Februar 1913 wurde die US-Einkommensteuer mit dem 16. Verfassungszusatz dauerhaft im amerikanischen Steuersystem verankert. Sie erlaubte dem Bund erstmals, Einkommen direkt zu besteuern, ohne sie auf die Bundesstaaten verteilen zu müssen – ein fundamentaler Schritt zur modernen Fiskalpolitik. Vor 1913 finanzierte sich der US-Bund primär durch Zölle. Anfangs betraf die neue Steuer nur sehr hohe Einkommen und lag bei wenigen Prozent, entwickelte sich aber im 20. Jahrhundert zur wichtigsten Einnahmequelle des Bundes. Heute finanziert sie einen Großteil von Staatsausgaben, Sozialprogrammen und Schuldendienst und ist zentral in Debatten über Ungleichheit, Staatsverschuldung und Wettbewerbsfähigkeit. Eine oft erzählte Anekdote: 1913 reichte ein Formular von einer Seite, und weniger als ein Prozent der Bevölkerung zahlte Einkommensteuer – ein starker Kontrast zu den heutigen komplexen Steuererklärungen, die ein eigenes Beratungs- und Software-Ökosystem hervorgebracht haben.