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30.01.2026

Fondsreporting #01/2026 | Starker Jahresauftakt – KI-Differenzierung und Geopolitik prägen das Bild

Die Märkte starteten mit Rückenwind ins neue Jahr, geprägt von einer hohen Dispersion zwischen Sektoren und Regionen. Energie- und Rohstoffwerte zählten neben Industrieunternehmen zu den klaren Gewinnern, während Konsumtitel und große Teile des Softwaresektors deutlich unter Druck standen. Regional starteten die Emerging Markets fulminant in das neue Jahr. 

Auf geopolitischer Ebene sorgte die dramatische US-Militäraktion in Venezuela zu Jahresbeginn für erhebliche Marktbewegungen. In einer überraschenden Operation wurden Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau durch US-Spezialkräfte gefasst und außer Landes gebracht, bevor sie in den USA strafrechtlich verhandelt werden sollen – ein Schritt, der weltweite Aufmerksamkeit und politische Debatten über Legitimität und regionale Stabilität auslöste. In einem zweiten Schritt rückte Grönland in den Fokus strategischer Überlegungen Trumps, begleitet von einem aggressiven Ton gegenüber der EU. Drohungen mit einseitigen Maßnahmen und handelspolitischem Druck sorgten zunächst für Nervosität an den Märkten, bevor eine spätere Verständigung die Lage vorerst stabilisierte.

Auf der Währungsseite setzte sich im Januar die Schwäche des US-Dollars fort, wurde durch die Nominierung von Kevin Walsh als Fed-Präsident zum Monatsende aber vorerst gestoppt. Kevin Walsh ist eine konservative Wahl, ein gehandeltes „Tail-Risiko“ für dieses Jahr ist damit vermutlich vom Tisch. Der chinesische Renminbi wertete gegenüber dem US-Dollar den sechsten Monat in Folge auf. China verlagert den Schwerpunkt weiter von reiner Produktions- und Kostenführerschaft hin zur Stärkung der inländischen Kaufkraft und des privaten Konsums. Eine festere Währung verbessert die realen Einkommen, auch wenn dies zulasten der internationalen Wettbewerbsfähigkeit einzelner Exportsektoren geht.

Auffällig war im Januar die Schwäche bei Softwareunternehmen. Bereits Mitte letzten Jahres setzte der Abverkauf hier ein, beschleunigte sich im Januar nun nochmals. Die Disruption durch KI ist zumindest am Aktienmarkt real. Das Narrativ befeuert sich selbst, anhand der Geschäftsentwicklung dieser Unternehmen ist diese Erwartung aber noch nicht zu begründen. Gleichzeitig war Momentum erneut ein entscheidender Treiber: In stark laufenden Segmenten spielte Bewertung kaum eine Rolle. Auch Gold hat sich in den vergangenen Monaten zunehmend diesem Muster angenähert. Ein Anstieg von rund 30% mit anschließender Korrektur von etwa 20% zum Monatsende ist zwar per Saldo positiv, mahnt aber zur Vorsicht. Die Bandbreite möglicher Szenarien rund um die weitere Entwicklung der KI-Revolution ist groß, entsprechend extrem sind die Kursbewegungen aktuell.

Insgesamt bleibt unser Ausblick vorsichtig optimistisch. Die Inflation wirkt weiterhin stützend für Sachwerte, die Wirtschaft wächst, insbesondere in den USA. Die Warnzeichen nehmen jedoch zu, es gilt daher, die Risiken im Blick zu behalten. Eine gute Diversifikation der Risikotreiber und ein disziplinierter Blick auf Bewertungen sind in diesem Umfeld unerlässlich.

Phaidros Funds Balanced

Der Phaidros Funds Balanced erzielte im Januar je nach Anteilsklasse eine Wertentwicklung zwischen +2,25% und +2,50%. Damit entwickelte sich der Fonds deutlich besser als der MSCI World Index, der in Euro lediglich +0,43%erreichte. Auch europäische Anleihen blieben mit +0,73% (Bloomberg EUR Aggregate) klar hinter der Fondsperformance zurück.

Zu den stärksten Beiträgen auf der Aktienseite zählten ASML (+32%), ein starker Jahresstart wurde befeuert. Die Aktie von BioNTech (+18%) stieg nach Aufnahme spezifischer mRNA-Krebstherapien in den Fast-Track-Status der FDA. Alibaba (+17%) profitierte weiter von einer verbesserten Wahrnehmung chinesischer Technologiewerte und Fortschritten im Cloud-Geschäft.
Die schwächste Aktie im Portfolio war CBIZ (-24%), belastet durch Sorgen über strukturelle Risiken infolge zunehmender KI-basierter Softwarelösungen. Gold (+11%) leistete erneut einen positiven Diversifikationsbeitrag, trotz des Kurssturzes zum Monatsende. Die Anleihen von Intrum (+4%) legten zu, nachdem das Unternehmen ein Kreditportfolio über Buchwert verkauft hat. 

Die Positionen in SS&C, Constellation Software und Meta Platforms veräußerten wir vollständig. Neu aufgenommen haben wir Brookfield Renewables Partners. Das Unternehmen ist stark positioniert, um von der steigenden Stromnachfrage zu profitieren. Mit Baidu haben wir zudem einen weiteren chinesischen Titel aufgenommen. Baidu hat ein hochprofitables Werbegeschäft und verzeichnete zuletzt auch verbesserte Margen im Cloud-Geschäft. Die US-Dollar-Quote haben wir von rund 30% auf 24% über ein Absicherungsgeschäft reduziert. Wir erwarten eine mittelfristige Abwertung des US-Dollars, unser US-Aktienexposure wollen wir aktuell jedoch nicht weiter reduzieren.

Die Aktienquote liegt zum Monatsende bei 56%, die Anleihequote bei 33%. Gold ist mit 4% gewichtet. Damit sind wir weiterhin ausgewogen positioniert. Der starke Anstieg des Goldpreises freut uns, ist aber auch ein Warnsignal. Eine breitere Diversifikation ist in dem sehr dynamischen Marktumfeld opportun.

 

  Phaidros Funds Balanced F (LU0996527213)  
  Performance (%) Volatilität (%)
Lfd. Jahr 2,3 -
1 Jahr -0,3 8,3
3 Jahre p.a. 9,1 6,9
5 Jahre p.a. 4,0 8,8
10 Jahre p.a. 7,3 9,0

Phaidros Funds Conservative

Der Phaidros Funds Conservative entwickelte sich im Januar je nach Anteilsklasse zwischen 2,78% und 2,94%. Der MSCI World Index in Euro gewann zum Jahresstart +1,1%, während der Index europäischer Anleihen (Bloomberg EUR Aggregate Index) +0,7% zulegte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank um 2 Basispunkte auf 2,84%. 

Auf der Aktienseite zählte BioNTech (+18%) zu den stärksten Performern. Das Unternehmen überzeugte durch den Fast-Track-Status der FDA für spezifische mRNA-Krebsimmuntherapien und vielversprechende Spätphasenprojekte. Auch Alibaba (+17%) und Baidu (+14%) konnten vom anhaltenden positiven Marktsentiment chinesischer Technologieaktien profitieren. Aufgrund des fulminanten Jahresstarts der Aktien von ASML (+14%) wurden diese zu Beginn des Monats verkauft. Größter Verlierer auf der Aktienseite war Salesforce (-21%), da am Markt die zunehmende Besorgnis aufkommt, dass KI traditionelle Software-Geschäftsmodelle disruptieren könnte. LVMH (-15%) enttäuschte im Zuge schwacher Quartalszahlen. Größte Performancetreiber auf der Unternehmensanleihenseite waren die Intrum-Anleihen (+4%), welche nach dem Verkauf eines NPL-Portfolios über Buchwerten zulegten. Die langlaufenden französischen (+4%) und rumänischen (+5%) Staatsanleihen trugen zudem stark positiv zur Performance bei. Aufgrund des herausragenden Anstiegs des Goldpreises wurde die Position zur Monatsmitte weiter reduziert. 

Die Aktienquote liegt zum Monatsende bei rund 24%, die Anleihequote bei knapp 66%. Die Liquidität beträgt gut 6%, der Goldanteil rund 4%. Für die nächsten Monate gehen wir davon aus, dass das Risikosentiment trotz teurer Bewertungsniveaus weiter technisch unterstützt bleiben sollte. Vor diesem Hintergrund bleibt der Fonds weiterhin neutral positioniert, mit klarem Fokus auf Gewinnqualität und Bilanzstärke bei weitgehender Meidung stark momentumgetriebener Aktien.

  Phaidros Funds Conservative B (LU0504448647)  
  Performance (%) Volatilität (%)
Lfd. Jahr 2,8 -
1 Jahr 4,9 5,4
3 Jahre p.a. 9,2 4,7
5 Jahre p.a. 4,1 7,0
10 Jahre p.a. 5,2 7,7

Phaidros Funds Schumpeter Aktien

Der Phaidros Funds Schumpeter Aktien hat sich zum Jahresauftakt erfreulich entwickelt. Neben robusten makroökonomischen Daten unterstützte der gute Start in die Berichtssaison die Kapitalmärkte. In diesem Umfeld gewann der Phaidros Funds Schumpeter im Januar je nach Anteilsklasse zwischen 2,97% und 3,06%.

Größter Gewinner im Januar war ASML (+32%), welche neben dem Rückenwind des gesamten KI-Sektors durch gute Quartalszahlen mit sehr hohem Auftragseingang und einer angehobenen Prognose für 2026 überzeugte. Die Aktien von BioNTech (+18%) glänzten durch den Fast-Track-Status der FDA für spezifische mRNA-Krebsimmuntherapien und vielversprechende Spätphasenprojekte. Auch Alibaba (+17%) konnte vom anhaltenden positiven Marktsentiment chinesischer Technologieaktien profitieren. Größter Verlierer im Januar waren die Aktien von Shopify (-19%), welche nach einem starken Vorjahr im Zuge des schwachen Software-Bereichs und des zurückhaltenden US-Konsums verloren. LVMH (-16%) enttäuschte im Zuge schwacher Quartalszahlen. Aufgrund des anhaltenden negativen Trends im Konsumbereich ohne positiven Unternehmensausblick wurde die Position im Januar verkauft. Das negative Sentiment bei Softwarefirmen betraf auch Cybersecurity-Aktien, angeführt von ZScaler (-12%).

Der Phaidros Funds Schumpeter Aktien ist mit einer Aktienquote von 96% nahezu voll investiert. Das Verhältnis beträgt gut 40% Herausforderer zu 60% Monopolisten. Nach einem erfreulichen Jahresstart sollten trotz hoher Bewertungsniveaus eine gute Berichtsaison und unterstützende Fiskalimpulse für weiteren Rückenwind an den Aktienmärkten sorgen.

  Phaidros Funds Schumpeter Aktien E (LU1877914561)  
  Performance (%) Volatilität (%)
Lfd. Jahr 3,1 -
1 Jahr p.a. -0,4 13,2
3 Jahre p.a. 12,4 10,6
5 Jahre p.a. 4,8 13,5

Phaidros Funds Kairos Anleihen

Der Phaidros Funds Kairos Anleihen hat, je nach Anteilsklasse, zwischen 1,11% und 1,18% im Januar gewonnen. Der europäische High-Yield-Index (Bloomberg European High Yield Index) beendete den Monat mit einem Plus von 0,7%, der Investment-Grade-Index europäischer Anleihen (Bloomberg EUR Aggregate Index) gewann 0,7%. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sank um 2 Basispunkte auf eine Rendite von 2,84%.

Der Jahresstart war von geopolitischem und politischem Lärm geprägt: Themen wie Venezuela, Grönland, politischer Druck auf die Fed sowie steigende Renditen in Japan infolge wachsender Fiskalbedenken sorgten für Volatilität am Anleihemarkt. Größter Performancetreiber war die BRL-Anleihe (+6%), unterstützt durch eine deutliche Aufwertung des brasilianischen Real gegenüber dem Euro. UniCredit CASHES (+6%) profitierten vom positiven Risikosentiment im Higher-Beta-Segment. Intrum-Anleihen (+4%) legten nach dem Verkauf eines NPL-Portfolios über Buchwerten zu. Belastend wirkten langlaufende japanische Staatsanleihen (-4%) nach der Ankündigung von Neuwahlen und Steuersenkungen sowie lange UK-Gilts (-3%) im Zuge des globalen Abverkaufs am langen Ende.

Im Januar wurden langlaufende Staatsanleihen aus Frankreich sowie Deutschland veräußert und gegen eine kurzlaufende Neuemission von Traton sowie länger laufende Anleihen von Veolia und Société Générale verkauft. Ferner reduzierten wir unsere AT1-Positionen mit dem Verkauf einer Deutschen Bank und La Banque Postale-Anleihe und kauften dagegen einen Barclays Tier 2. Das Portfolio ist zu 78% in EUR investiert. Die Modified Duration liegt bei 5,6 und die durchschnittliche Verzinsung bei 5,2%. Der High-Yield-Anteil inklusive Anleihen ohne Rating beträgt 30%.

Für die nächsten Monate gehen wir davon aus, dass das Risikosentiment trotz teurer Bewertungsniveaus weiter technisch unterstützt bleiben sollte. Steile Zinskurven bieten attraktive Carry- und Rolldown-Gelegenheiten und die Diversifizierung in verschiedene Währungsräume sollte auch in den kommenden Monaten eine Rolle spielen.

  Phaidros Funds Kairos Anleihen D (LU0948477962)  
  Performance (%) Volatilität (%)
Lfd. Jahr 1,2 -
1 Jahr p.a. 1,5 4,4
3 Jahre p.a. 7,7 5,1
5 Jahre p.a. 2,2 8,0
10 Jahre p.a. 3,5 8,1
DISCLAIMER Quelle: Morningstar Direct, 30.01.2026. Wertentwicklung in EUR errechnet von Nettoanteilswert zu Nettoanteilswert (nach Gebühren und in Luxemburg anfallenden Steuern) in der Währung der jeweiligen Anteilklasse, bei Wiederanlage der Erträge und reinvestierter Dividenden ohne Berücksichtigung des Ausgabeaufschlages oder der Rücknahmegebühr. Ausgabe- und Rücknahmegebühren könnten die Wertentwicklung beeinträchtigen. Grundsätzlich gilt, dass vergangenheitsbezogene Daten kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung sind. Es kann keine Zusicherung gemacht werden, dass die Ziele der Anlagepolitik erreicht werden.
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