das Börsenjahr 2025 war geprägt von Handelskonflikten, Sorgen um die Staatsfinanzen und einem beispiellosen Investitionsboom in Zukunftstechnologien. Während in der Weltwirtschaft und am Finanzmarkt an der Oberfläche vieles dennoch seinen gewohnten Lauf nahm, veränderten sich unter der Oberfläche die Kapitalströme. Besonders sichtbar wurde dies am wachsenden Bedürfnis nach Diversifikation aus dem US-Dollar und der daraus resultierenden Schwäche der US-Währung.
Ein zentrales Thema war der schleichende Verlust der Unabhängigkeit der Zentralbanken, insbesondere in den USA, wo die Zinslast des Staatshaushalts historische Höhen erreichte. Auch Europas fragile Staatsfinanzen – sichtbar etwa in Frankreichs Regierungskrise oder den politischen Turbulenzen in Großbritannien – verdeutlichen die strukturellen Herausforderungen. Die Märkte reagieren bislang gelassen, doch die Entwicklung bleibt ein Risiko, das wir aufmerksam verfolgen.
Gleichzeitig setzte sich der Investitionsschub in Künstliche Intelligenz fort. Allein die „Magnificent 7“ investierten über 340 Mrd. US-Dollar in KI-Infrastruktur, Energie und Software. Diese Dynamik markiert nicht nur einen kurzfristigen Hype, sondern auch den Beginn einer tiefgreifenden Transformation, die wir in unserer Anlagestrategie abbilden. Passend dazu würdigte der diesjährige Wirtschaftsnobelpreis Forschungen zu innovationsgetriebenem Wachstum. Eine Hommage an Schumpeters Idee der „schöpferischen Zerstörung“.
Das abgelaufene Jahr war für unsere Firma auch von der stillen Trauer um unseren geschätzten Kollegen und geschäftsführenden Gesellschafter Dr. Ernst Konrad gezeichnet, dem wir am Ende dieses Investmentberichts einen Nachruf widmen.
Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen in einem anspruchsvollen Jahr und wünschen Ihnen ein erfolgreiches und friedliches Jahr 2026.