
Die Kapitalmärkte standen im März erneut im Zeichen geopolitischer Entwicklungen. Der militärische Angriff auf den Iran sowie die weitere Eskalation in der Region – einschließlich der teilweisen Sperrung der Straße von Hormus – führten zu einem deutlichen Anstieg der Energiepreise und lösten eine spürbare Neubewertung der Risiken an den Finanzmärkten aus. Der Ölpreis stieg um mehr als 60% auf über 100 USD je Barrel, getrieben von erheblichen Angebotsrisiken und Unsicherheiten über zentrale Transportwege.
Mit dem Anstieg der Energiepreise rückte das Thema Inflation unmittelbar wieder in den Vordergrund. Die Märkte passten ihre Erwartungen zügig an: Statt weiterer Leitzinssenkungen durch die Fed wird nun ein anhaltend stabiles Zinsumfeld eingepreist. In der Folge gerieten sowohl Aktien- als auch Anleihemärkte unter Druck. Staatsanleiherenditen im Bereich bis 10 Jahre stiegen deutlich an, während Risikoanlagen eine breite Korrektur verzeichneten.
Die Entwicklung an den Aktienmärkten war dabei weniger von Panik als vielmehr von einer Neubewertung geprägt. Höhere Energiepreise, steigende Kapitalkosten und zunehmende Unsicherheit führten zu einer Anpassung der Bewertungsniveaus, insbesondere in zinssensitiven Segmenten. Während sich rohstoffnahe Sektoren sowie defensive Geschäftsmodelle stabil behaupten konnten, profitierten Energieunternehmen deutlich. Insgesamt fiel die Marktreaktion jedoch vergleichsweise moderat aus – gemessen an den potenziellen Auswirkungen eines länger andauernden Konflikts. Viele Investoren rechnen weiterhin mit einer kurzfristigen Entspannung und scheuen das Risiko, eine dynamische Erholung zu verpassen.
Der Blick der Investoren verschiebt sich von reinen Wachstumserwartungen hin zur tatsächlichen Monetarisierung dieser Investitionen. Während die langfristigen Potenziale unbestritten sind, rückt die Frage nach der Kapitalrendite stärker in den Vordergrund. Dies führt zu einer differenzierteren Entwicklung innerhalb des Technologiesektors. Auffällig ist zudem, dass kapitalintensive Geschäftsmodelle wieder stärker in den Fokus rücken. Unternehmen mit realen Assets, stabilen Cashflows und Preissetzungsmacht profitieren zusätzlich im inflationären Umfeld, während stark bewertungsgetriebene Geschäftsmodelle an Attraktivität verlieren.
Auffällig war auch die Entwicklung des Goldpreises. Trotz seines Status als sicherer Hafen kam es zwischenzeitlich zu einem deutlichen Rückgang, wobei der Preis innerhalb kurzer Zeit spürbar nachgab. Im weiteren Monatsverlauf setzte eine Stabilisierung ein, dennoch verblieb auf Monatssicht ein klar negatives Ergebnis. Die Bewegung unterstreicht, dass in Phasen erhöhter Unsicherheit kurzfristig Liquiditätsaspekte und Positionierungen stärker wirken können als klassische Absicherungsmechanismen.
Insgesamt stehen geopolitische Risiken und große strukturelle Trends derzeit nebeneinander. Während der Krieg im Nahen Osten für Unsicherheit sorgt, bleiben die Investitionen in Zukunftsthemen wie KI hoch – eine Konstellation, die die Einordnung der Märkte zunehmend anspruchsvoller macht. Für Investoren bedeutet dies ein Umfeld, in dem die langfristigen Treiber zwar intakt bleiben, jedoch von stärkeren kurzfristigen Ausschlägen überlagert werden und in der langfristigen Entwicklung schwerer zu beurteilen sind.
Der Phaidros Funds Balanced verzeichnete im März je nach Anteilsklasse eine Wertentwicklung zwischen -5,33% und -5,71%. Der MSCI World Index gab in Euro ebenfalls deutlich nach (-4,1%), sodass sich die relative Entwicklung nur leicht schwächer darstellte. Europäische Anleihen entwickelten sich ebenfalls negativ und verloren, gemessen am Bloomberg EUR Aggregate Index mit -2,5%, vor allem belastet durch steigende Energiepreise.
Auf der Aktienseite profitierten Energiewerte von steigenden Ölpreisen im Zuge der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Besonders hervorzuheben sind Equinor (+31%) und Shell (+11%). Belastend wirkte hingegen Sea Limited (-22%). Das Unternehmen konnte den Umsatz stärker steigern als erwartet, reduzierte jedoch im Zuge zusätzlicher Investitionen den kurzfristigen Gewinnausblick. Ebenfalls schwach entwickelte sich BioNTech (-17%). Die Unternehmensgründer werden zum Jahresende das Unternehmen verlassen, um sich in einem neuen Unternehmen wieder stärker auf die Forschung zu konzentrieren. Sie bleiben jedoch weiterhin beteiligt. Auf der Anleiheseite dominierten Inflationssorgen den Markt. Die Leitzinserwartungen für das laufende Jahr sind deutlich angestiegen. Insbesondere Immobilienanleihen standen schnell im Fokus. So gaben die Anleihen von SBB (-7%) und Citycon (-8%) am stärksten nach. Auch der Goldpreis geriet zwischenzeitlich deutlich ins Rutschen, erholte sich aber zum Monatsende teilweise (-9,5%).
Im Monatsverlauf wurden mit Equinor und Shell gezielt Positionen im Energiesektor aufgebaut. Zudem haben wir mit Brookfield Renewable die bestehende Position im Energiesektor aufgestockt. Gleichzeitig reduzierten wir unter anderem Alphabet und Amazon. Die Position in Otis haben wir vollständig veräußert.
Die Aktienquote lag zum Monatsende bei 54%, die Anleihequote bei 37%. Die Liquidität betrug 6%, die Goldquote (Xetra-Gold) knapp 3%. Die Kombination aus geopolitischen Risiken und Inflationssorgen prägt weiterhin das Marktumfeld. Eine ausgewogene und flexible Allokation bleibt daher zentral.
| Phaidros Funds Balanced F (LU0996527213) | ||
|---|---|---|
| Performance (%) | Volatilität (%) | |
| Lfd. Jahr | -6,8 | - |
| 1 Jahr | -3,6 | 9,3 |
| 3 Jahre p.a. | 5,5 | 8,1 |
| 5 Jahre p.a. | 2,3 | 9,3 |
| 10 Jahre p.a. | 5,9 | 9,2 |
Der Phaidros Funds Conservative entwickelte sich im März je nach Anteilsklasse zwischen -4,61% und -5,00%. Der MSCI World Index in Euro verlor -4,1%, der Investment Grade-Index europäischer Anleihen (Bloomberg EUR Aggregate Index) gab -2,5% nach. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen stieg um 36 Basispunkte auf eine Rendite von 3,0%.
Der US-israelische Angriff auf den Iran und die daraus resultierende Schließung der Straße von Hormus lösten einen Energieschock aus, der an die Folgen des Ukrainekriegs erinnerte: Rohöl stieg zeitweise auf über 110 USD pro Barrel, Inflationserwartungen zogen an, Zinserhöhungen wurden eingepreist und energieintensive sowie zyklische Sektoren gerieten unter Druck. Die negativ zu den gestiegenen Bundrenditen korrelierten Aktien von Vonovia (-25%) verloren im Portfolio am stärksten, gefolgt von den energieintensiven Industriewerten Schneider Electric (-17%) und Siemens (-17%). Die als Energiepreis-Hedge Anfang des Monats aufgenommenen Energiewerte Equinor (+32%) und Shell Plc (+14%) erfüllten ihre Position und gewannen am stärksten. Größte Verlierer auf der Anleihenseite waren in diesem Umfeld besonders kreditschwache Titel wie Air Baltic (-54%) und Grupo Antolin (-20%). Bereits zu Beginn des Krieges reduzierten wir die Duration im Portfolio über den Verkauf einer 10-jährigen Bundesanleihe. Neben den Energiewerten wurden im März die Aktie von MTU Aero Engines aufgenommen.
Die Aktienquote liegt zum Monatsende bei rund 24%, die Anleihequote bei knapp 66%. Die Liquidität beträgt gut 6%, der Goldanteil rund 4%. Trotz zuletzt zuversichtlicher Zeichen bezüglich eines Kriegsendes bleibt die Situation der Straße von Hormus ungewiss, was sich in strukturell höheren Energiepreisen und einem falkenhaften Ton der Zentralbanken widerspiegeln sollte. In der gleichen Zeit haben die Gewinnerwartungen vor allem im Technologiebereich im ersten Quartal deutlich angezogen.
| Phaidros Funds Conservative B (LU0504448647) | ||
|---|---|---|
| Performance (%) | Volatilität (%) | |
| Lfd. Jahr | -2,2 | - |
| 1 Jahr | 2,7 | 6,5 |
| 3 Jahre p.a. | 7,3 | 5,6 |
| 5 Jahre p.a. | 2,9 | 7,3 |
| 10 Jahre p.a. | 4,3 | 7,8 |
Der Phaidros Funds Schumpeter Aktien verzeichnete im März je nach Anteilsklasse Kursverluste zwischen -7,50% und -7,59%. Der MSCI World Index in Euro verlor -4,1%. Der US-israelische Angriff auf den Iran und die daraus resultierende Schließung der Straße von Hormus lösten einen Energieschock aus, der an die Folgen des Ukrainekriegs erinnerte: Rohöl stieg zeitweise auf über 110 USD pro Barrel, Inflationserwartungen zogen an, Zinserhöhungen wurden eingepreist und energieintensive sowie zyklische Sektoren gerieten unter Druck. Die negativ zu den gestiegenen Bundrenditen korrelierten Aktien von Vonovia (-25%) verloren im Portfolio am stärksten, gefolgt von den energieintensiven Industriewerten Schneider Electric (-17%) und Siemens (-17%). Chinesische Werte wie Alibaba (-15%) und Baidu (-13%) verloren durch die Energieabhängigkeit Chinas von der Golfregion. Die als Energiepreis-Hedge Anfang des Monats aufgenommenen Energiewerte Equinor (+32%) und Shell Plc (+14%) erfüllten ihre Position und gewannen am stärksten. Auch die Cybersecurity-Werte wie Palo Alto Networks (+10%) und Fortinet (+6%) gewannen im März. Neben den Energiewerten wurde im März die Aktien von MTU Aero Engines aufgenommen.
Der Phaidros Funds Schumpeter Aktien ist mit einer Aktienquote von 94% fast voll investiert. Trotz zuletzt zuversichtlicher Zeichen bezüglich eines Kriegsendes bleibt die Situation der Straße von Hormus ungewiss, was sich in strukturell höheren Energiepreisen und einem falkenhaften Ton der Zentralbanken widerspiegeln sollte. In der gleichen Zeit haben die Gewinnerwartungen vor allem im Technologiebereich im ersten Quartal deutlich angezogen.
| Phaidros Funds Schumpeter Aktien E (LU1877914561) | ||
|---|---|---|
| Performance (%) | Volatilität (%) | |
| Lfd. Jahr | -10,8 | - |
| 1 Jahr p.a. | -4,1 | 14,0 |
| 3 Jahre p.a. | 6,2 | 12,4 |
| 5 Jahre p.a. | 1,9 | 14,3 |
Der Phaidros Funds Kairos Anleihen hat, je nach Anteilsklasse, zwischen -3,93% und -4,04% im März verloren. Der europäische High Yield-Index (Bloomberg European High Yield-Index) beendete den Monat mit -2,5%, der Investment Grade-Index europäischer Anleihen (Bloomberg EUR Aggregate Index) verlor ebenfalls -2,5%. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen stieg um 36 Basispunkte auf eine Rendite von 3,0%.
Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und die effektive Schließung der Straße von Hormus, weckten Erinnerungen an die Folgen des Ukrainekriegs. Der Ölpreis stieg zwischenzeitlich auf über 110 USD pro Barrel, die Inflationserwartungen zogen an, Zinserhöhungen der globalen Zentralbanken wurden eingepreist und energieintensive bzw. zyklische Sektoren gerieten unter Druck. In einem solchen stagflationsähnlichen Szenario gibt es wenige Möglichkeiten sich zu verstecken. Größte Verlierer in diesem Umfeld waren mit Air Baltic (-54%) und Grupo Antolin (-20%) besonders kreditschwache Titel. Auf der Gewinnerseite lagen im März die CNY-Anleihen (+2%), da der Renminbi relativ zum EUR weiter aufwertete, ebenso wie der USD, was unsere Convertible-Position in der Match Group (+2%) beflügelte.
Zu Kriegsbeginn reduzierten wir die Portfolioduration durch Verkäufe 10‑ und 30‑jähriger Bundesanleihen. Diese wurden teilweise in kurzlaufende norwegische Staatsanleihen in NOK sowie eine EUR BP-Investment Grade-Anleihe investiert. Grundsätzlich präferieren wir jedoch im aktuellen Umfeld eine erhöhte Kassequote. Das Portfolio ist zu 77% in EUR investiert. Die Modified Duration liegt bei 5,4 und die durchschnittliche Verzinsung bei 5,8%. Der High Yield-Anteil inklusive Anleihen ohne Rating beträgt 28%.
Trotz zuletzt zuversichtlicher Zeichen bezüglich eines Endes des Krieges bleibt die Situation bezüglich der Straße von Hormus ungewiss, was sich in strukturell höheren Energiepreisen widerspiegeln sollte. Dennoch sollten Zentralbanken geduldig bleiben und höchstens marginal die Zinsen erhöhen und interessante Einstiegsniveaus bei höheren Renditen bieten.
| Phaidros Funds Kairos Anleihen D (LU0948477962) | ||
|---|---|---|
| Performance (%) | Volatilität (%) | |
| Lfd. Jahr | -1,5 | - |
| 1 Jahr p.a. | 0,1 | 5,1 |
| 3 Jahre p.a. | 7,5 | 5,5 |
| 5 Jahre p.a. | 1,5 | 8,2 |
| 10 Jahre p.a. | 2,9 | 8,1 |