
Die Kapitalmärkte bewiesen im April eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Trotz eines komplexen makroökonomischen Umfelds stabilisierten sich die Kurse nach anfänglichen Volatilitäten und notieren zum Monatsende erneut in Reichweite ihrer Höchststände. Das Fundament dieser Stärke bildete eine Berichtssaison, die die Erwartungen auf breiter Front übertraf.
Der IT-Infrastrukturboom sorgt für sprudelnde Gewinne in den damit verbundenen Sektoren. Chipproduzenten vorneweg, aber auch viele Unternehmen in der Industrie profitieren als Zulieferer kritischer Technik. Für Unternehmen im S&P 500 liegen die Gewinne im ersten Quartal im Schnitt 20% über dem Vorjahresniveau, während der Umsatz „nur“ um 10% zulegte. Auch viele der zuletzt sehr kritisch gesehenen Softwareunternehmen legten gute Zahlen vor. Für eine wirkliche Stimmungsaufhellung sorgte dies jedoch nicht, noch ist das Glas hier halb leer. Steigende Unternehmensgewinne sind eine gute Basis, wenn davon beim Konsumenten jedoch nichts ankommt, ist die Lebensdauer des Trends beschränkt. Der US-Arbeitsmarkt wächst nicht mehr in dem Tempo wie vor 2022 und selbst dem Amerikaner scheint die Kauflaune abseits des Dienstleistungssektors zu vergehen. In China zeigt die seit Jahren angestrebte Belebung des Konsums noch wenig Erfolge.
Geldpolitisch markierte der April das Ende einer Ära. In seiner letzten Sitzung als Vorsitzender beließ Jerome Powell die Leitzinsen unverändert, adressierte jedoch explizit die neuen Inflationsrisiken durch geopolitische Verwerfungen. Mit dem Stabwechsel an Kevin Warsh rückt ein Kurswechsel in den Fokus der Märkte. Warsh gilt als Vertreter einer restriktiveren Linie; seine bisherigen Statements lassen auf eine straffere Liquiditätspolitik schließen, was das Bewertungsgefüge mittelfristig unter Druck setzen könnte. Erste Auftritte konnten zumindest die Sorgen vor einer zu starken politischen Einflussnahme etwas dämpfen.
Geopolitisch blieb die Konfrontation zwischen den USA und dem Iran der dominierende Risikofaktor. Die Spannungen an der Straße von Hormus lösten zwar merkliche Ausschläge bei den Energiepreisen aus, konnten den fundamentalen Optimismus der Aktienmärkte jedoch nicht nachhaltig dämpfen. Die operativen Erfolge der Unternehmen wogen für die Anleger schwerer als die Schlagzeilen aus Nahost.
Zusammenfassend zeigt sich ein zweigeteiltes Bild: Einer exzellenten Verfassung großer Bereiche der Unternehmenswelt stehen wachsende wirtschaftliche und politische Unwägbarkeiten gegenüber. Angesichts ambitionierter Multiplikatoren und der engen Marktführung ist eine selektive Titelauswahl wichtiger denn je, auch wenn der übergeordnete Wachstumstrend intakt bleibt.
Der Phaidros Funds Balanced verzeichnete im April je nach Anteilsklasse eine Wertentwicklung zwischen +3,92% und +4,02%. Der MSCI World Index in Euro legte um 7,6% zu. Europäische Anleihen (Bloomberg EUR Aggregate Index) stiegen um 0,5%, und die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen stieg um 3 Basispunkte auf 3,03%.
Auf der Aktienseite sorgte die Berichtssaison für neuen Aufwind bei den IT-Infrastrukturinvestitionen. Alphabet (+31%) überzeugte mit starkem Gewinnwachstum, auch die Ankündigung zusätzlicher Investitionen wurde positiv aufgenommen. Mit Prysmian (+31%), Siemens (+23%) und Schneider Electric (+17%) entwickelten sich die Infrastrukturzentwickler entsprechend stark. Der Ölpreis verharrt weiterhin auf hohem Niveau, die Aktien der großen Ölkonzerne profitierten nicht weiter und konsolidierten über den Monat. Auf der Anleihenseite profitiert der Chemiekonzern Ineos Quattro (+17%) von Preisanstiegen bei Basischemikalien wegen fehlender Lieferungen über die Straße von Hormus.
Wir haben unsere Investitionen in Alibaba und Tencent reduziert und mit CATL dafür den führenden Produzenten von Akkus und Batteriespeichern neu in das Portfolio aufgenommen. Der Elektrifizierungstrend ist dadurch noch breiter im Portfolio abgebildet und unsere Investitionen in China weniger abhängig von der kurzfristigen Konsumentwicklung.
Die Aktienquote lag zum Monatsende bei 58%, die Anleihequote bei 36%. Die Liquidität betrug 4%, bei einer Goldquote von 3%. Die laufende Berichtssaison unterstreicht das aktuell sehr hohe Gewinnwachstum, die starke Abhängigkeit vom IT-Investitionszyklus birgt jedoch Risiken.
| Phaidros Funds Balanced F (LU0996527213) | ||
|---|---|---|
| Performance (%) | Volatilität (%) | |
| Lfd. Jahr | -3,0 | - |
| 1 Jahr | 3,8 | 9,5 |
| 3 Jahre p.a. | 6,5 | 8,4 |
| 5 Jahre p.a. | 2,7 | 9,5 |
| 10 Jahre p.a. | 6,1 | 9,3 |
Der Phaidros Funds Conservative entwickelte sich im April je nach Anteilsklasse zwischen 2,06% und 2,18%. Der MSCI World Index in Euro legte 7,6% zu, der Investment Grade-Index europäischer Anleihen (Bloomberg EUR Aggregate Index) gewann 0,5%. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen stieg um 3 Basispunkte auf 3,03%.
Die Aktienmärkte erholten sich deutlich von den Rückgängen der Vormonate, getragen von einer starken Berichtssaison zum ersten Quartal 2026 mit dem kräftigsten Gewinnwachstum seit fünf Jahren. Im Aktienbereich stachen Alphabet (+31%), Prysmian (+31%) und Siemens (21%) als stärkste Werte hervor, während der Energiesektor im Portfolio (Brookfield Renewable, Equinor) im April schwächer war. Im Zuge der Portfolioumschichtungen wurden Positionen in Alphabet, PayPal, Meta, Alibaba, Prysmian und Linde reduziert; neu aufgebaut wurden hingegen Engagements in Medtronic, Microsoft, CATL, BNP Paribas sowie Amazon. Die größten Beiträge auf der Anleihenseite lieferten INEOS Quattro (+17%) und Grupo Antolin (+10%), wohin lediglich Ageas enttäuschte. Die Modified Duration liegt bei 6,1 Jahren, die durchschnittliche Verzinsung bei 5,7%.
Die aktuelle Portfoliostruktur mit 66% Anleihen, 24% Aktien, 4% Gold und 7% Liquidität spiegelt die ausgewogene Ausrichtung des Fonds wider. Solange der Nahost-Konflikt ungelöst bleibt, wird die Energiepreisvolatilität anhalten und Zentralbanken vor schwierige Abwägungen stellen. Im Anleihenbereich bleiben wir weiter selektiv - etwaige Risikoprämienausweitungen würden interessante Einstiegsniveaus bieten.
| Phaidros Funds Conservative B (LU0504448647) | ||
|---|---|---|
| Performance (%) | Volatilität (%) | |
| Lfd. Jahr | -0,2 | - |
| 1 Jahr | 5,2 | 6,7 |
| 3 Jahre p.a. | 7,8 | 5,7 |
| 5 Jahre p.a. | 2,9 | 7,3 |
| 10 Jahre p.a. | 4,3 | 7,8 |
Nach den schwachen Vormonaten konnten sich die Aktienmärkte im April deutlich erholen. Auch der Phaidros Funds Schumpeter Aktien konnte von der Bewegung deutlich profitieren und legte je nach Anteilsklasse zwischen 9,12% und 9,23% zu.
Nach der zuletzt starken Rally im Energiesektor kam es hier zu Gewinnmitnahmen. Auch wir haben Positionen, z.B. in Equinor, reduziert. Der Fokus der Marktteilnehmer verlagerte sich vom geo-politischen Geschehen auf die Berichtssaison zum 1. Quartal 2026. Bis Ende des Berichtsmonats hatten gut 2/3 der Werte aus dem S&P 500 ihre Zahlen vorgelegt und das stärkste Gewinnwachstum seit 5 Jahren bestätigt. Wann auch immer der Boom um die IT-Ausgaben brechen wird, er tut es noch nicht. Entsprechend stark sind mit dem Thema verbundene Werte wie Arista Networks (+41%), Schneider Electric (+17%) und Prysmian (+31%) im Fonds deutlich gestiegen. Eher verhalten liefen defensive Werte, wie beispielsweise die aus dem Pharmabereich. Die vereinzelte relative Schwäche nutzten wir, um den Weltmarktführer für Duftstoffe und Aromen, Givaudan, und den Neo-Broker Nu Holdings neu im Portfolio aufzunehmen.
Der Phaidros Funds Schumpeter Aktien ist mit einer Aktienquote von 98% vollständig investiert. Das kräftige Gewinnwachstum im 1. Quartal überstrahlt derzeit die ungelösten geo-politischen Spannungen. Das Hauptrisiko sehen wir derzeit in möglichen negativen Effekten auf die Realwirtschaft in Form von mangelnder Energie bzw. Rohstoffen, was zu einer erhöhten Inflation führen könnte. Entsprechend bleibt es in den kommenden Wochen wichtig, zwischen Gewinnern und Verlierern dieses Umfelds zu unterscheiden.
| Phaidros Funds Schumpeter Aktien E (LU1877914561) | ||
|---|---|---|
| Performance (%) | Volatilität (%) | |
| Lfd. Jahr | -2,7 | - |
| 1 Jahr p.a. | 7,3 | 16,6 |
| 3 Jahre p.a. | 8,7 | 13,3 |
| 5 Jahre p.a. | 2,7 | 14,7 |
Der Phaidros Funds Kairos Anleihen hat, je nach Anteilsklasse, zwischen 1,3% und 1,5% im April gewonnen. Der europäische High Yield-Index (Bloomberg European High Yield Index) beendete den Monat mit +1,8%, der Investment Grade-Index europäischer Anleihen (Bloomberg EUR Aggregate Index) gewann 0,5%. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen stieg um 3 Basispunkte auf eine Rendite von 3,03%.
Der Krieg im Iran und die geschlossene Straße von Hormus prägten im April den Anleihenmarkt. Kurzzeitige Hoffnungen auf Frieden drückten den Ölpreis auf 83 US‑Dollar je Barrel, doch der anhaltende Konflikt und die US‑Seeblockade ließen ihn bis Monatsende wieder auf 110 US‑Dollar steigen. Staatsanleihen blieben in Summe unverändert, während sich die Risikoprämien von Unternehmensanleihen einengten und bisher nicht wieder ausweiteten. Die Performance des Fonds wurde daher vor allem durch Sondersituationen im High Yield‑Bereich und das allgemeine Unternehmensanleihe‑Sentiment getragen. So profitierte der Chemiekonzern Ineos Quattro (+17%) von Preisanstiegen bei Basischemikalien wegen fehlender Lieferungen über die Straße von Hormus. Auch die Grupo Antolin (+10%) zählte zu den Gewinnern. Zu Beginn des Monats wurden höhere Risikoprämien genutzt, um im High Yield-Bereich in Heimstaden und Cheplapharm sowie im Investment Grade-Segment in Takeda und Ausgrid zu investieren.
Das Portfolio ist zu 77% in EUR investiert, die Kassequote liegt bei 10%. Die Modified Duration liegt bei 5,6 und die durchschnittliche Verzinsung bei 5,7%. Gut 30% des Portfolios sind in Anleihen mit High-Yield-Anleihen inklusive Anleihen ohne Rating angelegt.
Trotz verschiedenster Versuche einen nachhaltigen Frieden zwischen den USA und dem Iran zu schließen, bleiben die Fronten verhärtet und die Situation rund um die Straße von Hormus dementsprechend ungewiss. Selektion ist bei den niedrigen Risikoprämien essenziell, jedoch könnten Ausweitungen in eben jenen interessante Einstiegsniveaus bieten.
| Phaidros Funds Kairos Anleihen D (LU0948477962) | ||
|---|---|---|
| Performance (%) | Volatilität (%) | |
| Lfd. Jahr | -0,2 | - |
| 1 Jahr p.a. | 1,8 | 5,2 |
| 3 Jahre p.a. | 7,8 | 5,5 |
| 5 Jahre p.a. | 1,6 | 8,2 |
| 10 Jahre p.a. | 2,8 | 8,1 |